Aktuelles aus der Lutherkirchengemeinde

Haus Ascheloh[...mehr]

Predigtreihe zum Vater Unser[...mehr]

Lieder und Texte in der Sommerkirche[...mehr]

Zugunsten der ankommenden Flüchtlinge[...mehr]

Samstag 20. Juni 2015[...mehr]

Seit 1996 gibt es sie, die monatlich jeweils um 18 Uhr stattfindenden ökumenischen Andachten mit den mehrstimmigen Gesängen aus Taizé. Sie erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Im Mittelpunkt[...mehr]

Begreift Ihr meine Liebe?[...mehr]

Treffen jeweils um 16 Uhr in der Auferstehungskirche Kloster Oesede[...mehr]

Für das Krippenspiel am Heiligabend sucht die Lutherkirchengemeinde Kinder und Jugendliche. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich willkommen![...mehr]

Nach über einjähriger Konzertpause haben die Bläserinnen und Bläser wieder ein abwechslungsreiches Programm eingeübt und werden dieses an zwei Terminen der Öffentlichkeit präsentieren.[...mehr]

Nach über einjähriger Konzertpause haben die Bläserinnen und Bläser nun ein neues Programm einstudiert.[...mehr]

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Der Zug nach unten

„Wo finde ich euren Gott?“ werde ich manchmal gefragt. Wenn ich dann auf Geschichten von Jesus verweise, sagen manche: „Euer Gott schaut auch in jede dunkle Ecke!“ Das stimmt, sage ich dann. Gott hat einen Zug nach unten. Von Anfang an: Gott liebt das kleine Volk in der ägyptischen Gefangenschaft. Gott wohnt nicht im Palast oder im Tempel, Gott wandert mit durch die Wüste. Gottes Kraft zeigt sich nicht in Heerscharen und Gewalttaten; sie kommt zu uns als Worthauch: leicht und vergänglich, und spricht uns doch eindrücklich an. Sie redet konzentriert zu uns, mal tröstend, mal mahnend, mal mit Donnerstimme. „Ich bin ein Gott, der Recht schafft den Armen, den Witwen, den Waisen, auch den Fremdlingen.“ Der Sohn hat diesen Zug nach unten geerbt. Im Stall kommt er zur Welt. Er flieht vor den Mächtigen ins Exil. Er umgibt sich mit einfachen Leuten und hat keine Angst, sich bei Kranken anzustecken. Es stört ihn nicht, mit Prostituierten gesehen zu werden. Er gehört nach unten: zu den Menschen, die in Not sind, die ausgegrenzt werden und Hilfe brauchen. „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“ Gott ist unten zu finden; Jesus erhöht die Niedrigen und stößt die Mächtigen vom Thron. Das ist etwas ganz anderes als die Selbsterhöhung heutiger Staatschefs – wie bei Donald Trump. Und – es ist die entscheidende Bewegung Gottes, der wir mit allen Sinnen, vor allem mit dem Herzen folgen! Nicht, weil unten der Dreck und das Elend so wunderbar sind; nicht weil man Gott nur in der Verzweiflung finden kann. Sondern weil Jesus am Tiefpunkt da ist, in dunklen Stunden, Krankenhäusern, Friedhofskapellen oder einsamen Zimmern. Weil Jesus den Tiefpunkt zum Wendepunkt macht. Wir steigen mit Jesus hinab, wir suchen ihn dort, wo er sich finden lässt: da, wo gelitten wird und gekreuzigt. Da, wo gestorben wird und – Gott sei Dank – auch begraben. Da unten findet sich Gottes Sohn – und glauben Sie nicht, dass Gott ihn da alleine lässt! Gott führt ihn herauf und wird auch uns herausführen aus dem Reich des Todes – in sein Reich, in das neue Leben. Darauf vertrauen wir, wenn wir in dieser Passionszeit langsam zum Ostermorgen gehen.
Ihr Nils Donadell