Aktuelles aus der Lutherkirchengemeinde

Dieses Jahr ist alles anders[...mehr]

In diesem Jahr ist vieles anders, aber trotz Corona wurden wie üblich die Osterkerzen unserer drei Gemeinden an einem gemeinsamen Osterfeuer an der Lutherkirche entzündet.[...mehr]

Ein positives Signal in unsicheren Zeiten, meint auch die NOZ[...mehr]

übt schon mal für den sogenannten Oster-Flashmob am Ostersonntag um 10:15 Uhr[...mehr]

Kantor Stefan Bruhn spielt österliche Stücke[...mehr]

tolle Hilfe aus den Kirchengemeinden[...mehr]

In diesem Jahr ist vieles anders, aber das Gemeindeleben geht auch mit Kontaktverbot weiter.[...mehr]

Keine KiTa, keine Schule, keine Osterwerkstatt, keine ... Aber trotzdem können wir uns auf Ostern einstimmen, basteln und kreativ werden.[...mehr]

Mitmachen – dabei sein – glücklich machen: Diakonie Osnabrück startet Schutzmasken-Nähaktion [...mehr]

Wir haben einen neuen Bereich auf der Portalseite erstellt. Dort veröffentlichen wir ab nun Andachten und Impulse aus unseren Gemeinden.[...mehr]

Auch wenn wir uns derzeit nicht versammeln dürfen, wollen und brauchen wir nicht komplett auf unser kirchliches Leben verzichten.[...mehr]

ist aufgrund der Corona-Krise bis auf weiteres geschlossen[...mehr]

Zu unser aller Wohle - insbesondere der besonders gefährdeten Personen - werden in den kommenden Wochen keine Veranstaltungen in unseren Gemeinden stattfinden.[...mehr]

Liebe Besucher des Familienzentrums und Freunde der LutherHütte, aufgrund der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus werden alle Veranstaltungen des Familienzentrums und der Luther

Am 6. März 2020 [...mehr]

Was bleibt von mir?

Jan-Hendrik Eggers

Liebe Leserin, lieber Leser, wer möchte nicht gerne, dass sein Name irgendwo verewigt wird? Um in der Chronik der Weltgeschichte aufzutauchen, sind unsere Namen zu unbedeutend. Unsere Taten stoßen auf zu geringe Aufmerksamkeit. Einige ritzen ihre Namen in die Rinde von Bäumen oder verewigen ihre Namen im Internet auf Social-Media-Kanälen oder in Internetforen. Verewigte Namen finden sich auch auf Erinnerungstafeln oder auf Gedenksteinen. Jede Familienchronik enthält die Namen längst verstorbener Familienmitglieder, damit diese Namen auch noch in entfernter Zukunft den Familienmitgliedern, die keinen direkten Kontakt zu diesen Menschen hatten, sich an diese erinnern. Dadurch leben diese Namen weiter. Bei all dem geht es um die Angst davor, in Vergessenheit zu geraten, und um die Frage: „Was bleibt von mir?“ Es geht uns darum, bleibende Spuren von uns in unserer Welt zu hinterlassen. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die Pausen auf zahlreichen Wanderungen in Almhütten, wo Bücher ausliegen, wo jeder Wanderer seinen Namen und einen kurzen Satz eintragen konnte. Sogar in die Tische sind die Namen derer eingeritzt, die hier mal gesessen haben und sich verewigen wollten. Was wohl aus diesen Menschen geworden ist? Ob sie noch zusammen durch die Lande ziehen oder mittlerweile ihre eigenen Wege gehen? Am markantesten ist dieser Verewigungsdrang heutzutage bei der Liebe. Sie alle kennen bestimmt die Liebesschlösser, die zurzeit an so gut wie jeder Brücke hängen. Liebespaare wollen ihrer Partnerschaft ausdruckt verleihen, indem sie Vorhängeschlösser mit ihren Namen versehen, an eine Brücke hängen und die Schlüssel wegschmeißen. Ganz nach dem Motto: „Alte Liebe rostet nicht.“ An kaum einer anderen Stelle ist der Drang nach Verewigung so mit Händen zu greifen. Doch wie viele dieser Liebschaften mögen inzwischen schon verrostet sein? Es bleibt ein Schloss mit zwei Namen als Symbol der Verewigung. Bei allem bleibt die ernüchternde Feststellung, dass wir, trotz aller Bemühungen, eine Spur von sich zu hinterlassen, nicht davor gefeit sind, in Vergessenheit zu geraten. Nicht ich kann dafür sorgen, unvergessen zu bleiben, sondern jemand anders muss es tun. Und dieser jemand kann keiner anderer als Gott sein. So verstehe ich unseren Monatsspruch „Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ Es ist eine beruhigende und schöne Vorstellung, dass ich im Himmel auf einer Liste stehe. Das ist etwas ganz besonderes, dass ich auf dieser Liste stehen darf. Das ist etwas, worüber ich mich freuen darf, denn es befreit mich von dem Zwang, mir selbst ein Denkmal setzen zu müssen. Das Besondere ist auch, dass ich unauslöschlich auf dieser Liste stehe. Es gibt im Himmel ein Buch: Das Buch des Lebens. Ich bin von Gott darin eingeschrieben worden und verewigt. Bei Gott gerate ich so niemals in Vergessenheit. Mit der Taufe kennt Gott meinen Namen. Dazu muss und kann ich nichts tun. Ich muss dafür keine Glanztaten vollbringen, die die Weltgeschichte bewegen oder berühmt werden. Gott verewigt den Namen auch von den ganz einfachen Menschen. Mein Name steht dabei für mehr: Er steht für meine Persönlichkeit und meine Person. Von Gott im Himmel auf die Liste gesetzt zu werden bedeutet, aus der eigenen Anonymität vor Gott zu treten und an seiner Liebe teilzuhaben. Und das ist etwas, was ich aus eigener Kraft nicht schaffen kann, sondern ein Geschenk, dass Gott jedem von uns Macht. Amen.
Ihr Vikar Jan-Hendrik Eggers